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Schaeffler |
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Weltweite Wirtschaftskrise Die von den Banken verursachte weltweite Wirtschaftskrise hat Island an den Rand des Staatsbankrotts gebracht. 320000 Einwohner der Insel im Nordatlantik bangen um ihre Zukunft.
Der für die zukünftigen Erfordernisse einer globalen Welt entstandene Firmenverbund Schaeffler / Continental mit weltweit etwa 220000 Beschäftigten ist durch die von den Banken verursachte Wirtschaftskrise ebenfalls stark betroffen.
Leider wird speziell von Schaeffler in den Medien ein falsches bzw. sehr einseitiges und von Nebensächlichkeiten geprägtes Bild verbreitet. Um dieses zu korrigieren wurde von der Schaeffler Belegschaft eine Initiative gegründet. |
| Kommentar aus auto-reporter.net |
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Kommentar:
Schuld, Sühne und Kriegsgewinnler auto-reporter.net - 3. März 2009. Liegt es daran, dass der Mensch in Krisenzeiten nach jedem Strohhalm greift? Oder ist das menschliche Gedächtnis wirklich so kurz? Die beiden Fragen drängen sich auf, wenn man heute in „Welt online“ liest, die Banken erwägen eine Rückabwicklung der Übernahme der Continental AG durch die Schaeffler-Gruppe in Herzogenaurach. Angeblich wollen sie zunächst die 49, 9 Prozent der Continental AG von Schaeffler übernehmen. Zur Erinnerung:
Zwei Bankenkonsortien hatten sich im Sommer 2008 mehr als nur eine
goldene Nase verdient, als sie den Übernahmeversuch von Schaeffler und
die Verteidigung von Continental mit Rat und Finanzierungspaketen
unterstützten. Sie konnten hohe viele Millionen schwere Honorare
abrechnen, und die Siegerseite durfte sich auf die Finanzierung des Übernahmepreises
freuen. Von Peter Schwerdtman |
| Brief eines Mitarbeiters |
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Unterstützung
/ Finanzhilfe für die Firma Schaeffler Sehr
geehrter Herr Bundesminister Scholz, ich
schreibe Ihnen privat als Mitarbeiter und leitender Angestellter der
Schaeffler Gruppe. Es
wird viel geschrieben und vor allem aus der „Entfernung“ kommentiert
und geurteilt, dass die Fa. Schaeffler durch riskante Entscheidungen die
Krise selbst zu verantworten habe und daher keine Hilfe erwarten darf. Auch
Sie werden leider nun im Tagesspiegel vom Sonntag 22.02.09 zitiert mit:
"Man kann nicht im Nerzmantel nach Staatshilfe rufen" und
"Wir sind nicht dafür da, für Fehlentscheidungen von Milliardärinnen
und Milliardären geradezustehen." Es
ist nun allerdings an der Zeit zu überlegen, welche Verhältnisse hier
wirklich vorliegen und zu zügigen und professionellen Entscheidungen
– auch in der Politik – zu kommen ! Der
Unternehmerin Maria Elisabeth Schaeffler und Ihrem Sohn Georg Schaeffler
werden seit Tagen Verhältnisse und Vorgehensweisen vorgeworfen, die
jeglicher Grundlage entbehren. Da
Frau Schaeffler eine beispielhafte Unternehmerin mit Leib und Seele ist,
mit einem ausgeprägten Vorbildcharakter für jeden einzelnen
Mitarbeiter, gilt es sich hier nun auch aus dem Belegschaftskreis zu
Wort zu melden. Es
kann nicht mehr akzeptiert werden, dass hier Prinzipien und
Einstellungen der Familie Schaeffler in Misskredit gezogen werden, die
diese über mehrere Jahrzehnte (vor) gelebt! haben und vorbildliche
Beispiele der deutschen Wirtschafts- und Unternehmerlandschaft
darstellen und auch bleiben müssen. Die von Ihnen angewendeten
Formulierungen stehen auch Ihnen gerade als Bundesminister nicht zu und
es muß von Ihnen eine hochgradig sachliche und professionell geführte
Argumentation erwartet werden, welche sich maßgeblich an Fakten
orientiert. Ich
bitte Sie eindringlich, auch im Namen aller meiner anvertrauten
Mitarbeiter, sich gründlich und im Detail mit diesem Fall zu beschäftigen.
Ich bin mir sicher, dass Sie nach Erfassen der wahren Fakten und Verhältnisse
(möglicherweise auch durch einen Besuch vor Ort!) zu dem Schluss kommen
werden, dass es hier nicht nur um die Tatsache geht „die Zeche für
andere zu bezahlen“, oder wie Sie sagen "den Reibach auf
Steuerzahlerkosten zu ermöglichen", sondern es vielmehr darum
geht, Unternehmen in Form von zeitlich begrenzten Bürgschaften zu
unterstützen für die auch übliche Zinsen bezahlt werden. Und dies für
Unternehmen, die Jahrzehnte lang mehr als verantwortlich im Sinne des
deutschen Wirtschaftsstandortes aktiv waren, viele Steuern entrichtet
haben und die Schaffung von Arbeitsplätzen in Deutschland
permanent über das Eigeninteresse der Eigentümerfamilie gestellt
haben. Es
muss in Ihrem Interesse als Bundesarbeitsminister liegen, sich nun mit
dem Schicksal einer der bedeutendsten und innovativsten Unternehmen aus
Deutschland professionell zu beschäftigen und zu einer angemessenen
Entscheidung zu kommen. Herzlichen Dank! Mit freundlichen Grüßen ...... |
| Brief eines Mitarbeiters |
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Sehr geehrte Frau Merkel, sicherlich ist Ihnen die derzeitige Situation der Schaeffler KG hinlänglich bekannt. Dennoch gibt es für mich in der derzeit anhaltenden Situation einige Fragezeichen. Lassen Sie mich aber zuerst etwas zu meiner Person schreiben: Ich bin erst seit 3 Jahren Mitarbeiter der Schaeffler KG am Standort Homburg/Saar und hier im Qualitätswesen tätig. In dieser Zeit allerdings konnte ich mich allerdings bereits von der Verantwortungsbewussten und auch stets Mitarbeiter- und Standortorientierten Arbeitsweise von Frau Schaeffler überzeugen. Frau Schaeffler hätte ebenso gut nach dem Tod ihres Mannes die Firma verkaufen und sich ein sorgenfreies Leben gönnen können. Sie hat sich allerdings dagegen entschieden, die ‚Ärmel hochgekrempelt’ und unermüdlich dafür gekämpft das Unternehmen nach Vorne zu bringen. Es ist auch noch nicht lange her, da war es sehr vielen Leuten sehr wichtig sich mit Frau Schaeffler in der Öffentlichkeit zu zeigen und dadurch ein wenig von ihrem Glanz abzubekommen. Aber so ändern sich die Zeiten. Heute wird Frau Schaeffler in der Öffentlichkeit angeprangert und als Gierig und fast schon Größenwahnsinnig bezeichnet. Das die öffentliche Berichterstattung hierbei eine nicht unerhebliche Rolle spielt und im Wesentlichen oberflächlich recherchiert und sensationsbezogen ist, dürfte hierbei jedem klar sein. Die Kernfrage richtet sich allerdings – wie sollte es auch anders sein – nach den dringend benötigten, finanziellen Hilfen. Hierzu ebenfalls einige Anmerkungen: Die geforderte Grundvoraussetzung um überhaupt eine Prüfung vorzunehmen, ist ein tragfähiges Zukunftskonzept. Dies ist zwar nachvollziehbar, ich frage mich allerdings wo diese Konzepte bei der Bankenunterstützung sind Auch gibt es Aussagen, nachdem der Staat keine Steuergelder für unternehmerische Fehlentscheidungen ausgeben sollte. Nun, von einer Fehlentscheidung kann bei dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen Schaeffler und Continental im Hinblick auf eine zukunftsorientierte Ausrichtung sicher nicht gesprochen werden. Im Gegenteil. Hier werden für den Standort Deutschland die Weichen gestellt auch in Zukunft mit Innovationen auf einem technisch hohen Niveau Arbeitsplätze und somit auch Steuereinnahmen zu sichern. Wird dies Vereitelt, so dürfte sich Deutschland nach der viel zitierten ‚Servicewüste’ zusätzlich noch in eine ‚Technologiewüste’ verwandeln. Die Banken haben plötzlich und völlig überraschend festgestellt, dass sie Verluste in Milliardenhöhe haben, haben die Schuld grundsätzlich in Amerika und dem dortigen Fehlverhalten gesucht, und bekamen sehr schnell Steuergelder um zu überleben und so ganz nebenbei auch noch die Extrazahlungen der Mitarbeiter zu begleichen. Gleichzeitig wurden einige Investmentbanker ‚geopfert’; aber so wirklich zur Versantwortung gezogen wurde niemand (zumindest nicht öffentlich). Jedes Jahr gibt es einen Bericht über verschwendete Steuergelder. Den Nachrichtensendern ist dieser Bericht zumindest noch ein ca. 3 minütiger Beitrag wert. Seitens der Regierung durfte ich noch nie vernehmen, dass ein gewählter Politiker hierfür Rede und Antwort stehen musste. Wie dem auch sei. Wenn Deutschland auch zukünftig auf dem automobilen Sektor eine Rolle spielen möchte, darf weder die Verbindung Schaeffler / Continental geschweige denn die Schaeffler KG zerschlagen werden. Abschließend möchte ich noch anmerken, dass ich – wenn ich ehrlich bin – eigentlich nicht davon ausgehe eine Antwort zu erhalten, da dies bisher auch bei anderen Themen nicht passiert ist. Allerdings hoffe ich zumindest, dass meine Mail gelesen wird und evtl. auch zum Nachdenken anregt, denn ich sowie meine ebenfalls betroffenen Kollegen sind keine Angestellten im öffentlichen Dienst, haben keinen Beamtenstatus. Erst recht sind wir keine Politiker, welche nebenbei auch noch in diversen Firmen- oder Bankenvorständen ein ‚nettes’ Nebeneinkommen haben und zufälligerweise auch noch über die Vergabe von Staatshilfen entscheiden. Wir sind lediglich Steuerzahlende Arbeitnehmer die letztendlich Angst um ihre Existenz haben…. …und AUCH ICH BIN SCHAEFFLER…. Mit freundlichen Grüßen .... |
| Brief eines Mitarbeiters |
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Schaeffler
/ Conti Sehr
geehrter Herr Dr. Struck, ich
wende mich heute in meiner Eigenschaft als leitender Angestellter der
Schaeffler KG und als Vater von vier Kindern an Sie. Die
Problematik der Firma Schaeffler wird Ihnen als Politiker bestens
bekannt sein und ich darf davon ausgehen, dass Sie Ihre Meinung dazu
nicht aus den Medien übernommen haben. Gerne möchte ich Ihnen meine
Ansichten über meinen Arbeitgeber und die aktuelle Situation schildern.
Die
Schaeffler Gruppe wird in der Presse nur zu häufig auf die Person von
Frau Schaeffler und der Ihres Sohnes Georg reduziert. Es wird aber
seltenst erwähnt, daß auch hier 220.000 Menschen mit Ihren Familien
direkt daran hängen. Wir Mitarbeiter dieses Unternehmens konnten uns in
der Vergangenheit auf die Loyalität unseres Arbeitgebers verlassen.
Frau Schaeffler hat bei all ihren Entscheidungen neben dem Wohl ihrer
Firma immer auch das Wohl ihrer Angestellten in den Vordergrund
gestellt. Sie ist sich Ihrer Verantwortung bewußt und hat stets danach
gehandelt. In Zeiten, in denen andere Firmen gnadenlos Arbeitsplätze
ins Ausland verlagert haben, ist unser Unternehmen auch in Deutschland
gewachsen. Es wurden seit 2001 über 4000 neue Arbeitsplätze
geschaffen. Insbesondere das im Jahr 2002 übernommene Unternehmen FAG
in Schweinfurt hat davon profitiert. Mit rund 1100 Patentanmeldungen pro
Jahr gehören wir zu den Innovationsführern in Deutschland. Unsere
Kunden schätzen Schaeffler als verläßlichen, innovativen und
zukunftsorientierten Partner. Mit unseren Produkten sind auch sie
gewachsen und waren somit in der Lage, wiederum Arbeitsplätze zu
sichern. Frau Schaeffler ist eine Unternehmerin im eigentlichen Sinne
und es ist nicht übertrieben, wenn ich sage, daß wir zu Recht Stolz
auf unsere Firma und unsere Chefin sind. Die
Übernahme von Continental im Sommer 2008 war darauf ausgerichtet,
Deutschland als Technologiestandort zu sichern. Es wird uns vorgeworfen,
daß unsere Geschäftsführung bei diesem Schritt ein zu hohes Risiko
eingegangen ist. Aber letztendlich sind unternehmerische Entscheidungen
immer mit Risiken verbunden und die Wirtschaftkrise, die als Bankenkrise
in den USA begann, war in ihrer Ausprägung nicht vorherzusehen. Nur
dadurch kam das Konzept der Übernahme ins Wanken und führte zu der
Situation, in der wir uns jetzt befinden. Heute
stehen wir vor der Bedrohung, daß die Banken die Führung der
Schaeffler KG übernehmen und mit ihren kurzfristigen Interessen ein in
sich gesundes Unternehmen zerschlagen könnten. Wir
dürfen nicht erwarten, unser Überleben mit Geldgeschenken der
Bundesregierung zu finanzieren, aber das wollen wir auch nicht! Es geht
um eine zeitlich begrenzte Staatshilfe, die wir komplett -mit Zinsen-
zurückzahlen werden. Wir
erwarten eine faire Chance! Wir
erwarten, daß die Banken, die sich mit Geldern der Steuerzahler ihrer
Schulden entledigt haben, jetzt auch die Verantwortung übernehmen und
dieses Geld zum Wohle von Steuer-zahlern einsetzen. Die
Schaeffler Gruppe zahlt jedes Jahr allein in Deutschland Löhne und Gehälter
in Höhe von 1.500.000.000,- €. Kann sich unser Staat den Ausfall
dieser Kaufkraft leisten? Wir
bieten rund 1500 jungen Menschen einen Ausbildungsplatz unten besten
Bedingungen und garantieren eine feste Übernahme. Wer soll diese Lücke
füllen? Wie
ich bereits erwähnt habe, melden wir über 1000 Patente pro Jahr an;
auch das stärkt Deutschland. Was bleibt uns, wenn dieses Know-how ins
Ausland abwandert? Sehr
geehrter Herr Struck, ich bitte Sie um Ihren Beitrag, den Fortbestand
der Schaeffler Gruppe nach Kräften zu unterstützen. Vielen Dank! Mit freundlichen Grüßen .... |
| Brief eines Mitarbeiters |
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Sehr
geehrte Damen und Herren, eines
der Top-Themen in den Medien ist aktuell die Frage, ob die
Schaeffler-Gruppe, die durch die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise
in eine Schieflage geraten ist, staatliche Unterstützung erhalten
sollte oder nicht. In
den Medien, selbst in den meisten der seriösen, wird die Situation
leider völlig fehlerhaft dargestellt. Als
langjähriger Mitarbeiter der INA Schaeffler KG möchte ich Sie heute
persönlich, sozusagen als Insider, über die Fa. Schaeffler
informieren. Ich
bitte Sie um ein offenes Ohr und hoffe, daß diese Informationen dazu
beitragen können, daß Sie sich selbst ein objektives Urteil über die
Schaeffler-Gruppe bilden können. Bitte bewerten Sie meine subjektiven
Erfahrungen selbst. Im
folgenden meine Erfahrungen und meine Meinung zur ●
Schaeffler-Gruppe als Arbeitgeber, ●
zur Berichterstattung und dem Image der Gruppe in den
Medien, ●
zu den Gründen und ●
dem Hergang der Beteiligung an der Continental AG sowie ●
den aktuellen Problemen der beiden Unternehmen zu
schildern und abschließend darzustellen, ●
warum der Schaeffler-Gruppe geholfen werden muss ●
und welche Möglichkeiten vorstellbar sind. Schaeffler
als verantwortungsvoller Arbeitgeber Ich
habe im Jahr 1995 eine Lehre bei der INA Schaeffler KG am Stammsitz in
Herzogenaurach begonnen. 1997 lernte ich vorzeitig aus und bin seitdem
im Unternehmen beschäftigt. Zuerst im Prototypenbau, später in der
Werkstoffprüfung und mittlerweile in der Qualitätssicherung. In
der gesamten Zeit meiner Beschäftigung, also seit knapp 14 Jahren, habe
ich nur einen einzigen Fall von Kündigung eines unbefristet Beschäftigten
„hautnah“ mitbekommen. In diesem einen Fall spielten allerdings persönliche
Gründe eine Rolle. Dieser
erste positive Eindruck des Arbeitgebers Schaeffler wird zusätzlich
dadurch verstärkt, daß ich in der gleichen Zeit geschätzte 15-20
Kollegen mit in den Altersruhestand verabschieden konnte. Diese Kollegen
waren zuvor über 20, 25 ja einige sogar über 40 Jahre für das
Unternehmen tätig. Die
Bedeutung der Gruppe als Ausbildungsbetrieb ist weithin bekannt und
sucht auch auf bundesebene ihresgleichen. Schaeffler gilt ist einer der
größten Ausbildungsbetriebe und ist außerdem für die herausragende
Qualität ihrer beruflichen Ausbildung bekannt. Die Übernahmequote nach
der Ausbildung liegt meines Wissens bei annähernd 100%. Natürlich
kam auch die Schaeffler-Gruppe nicht umhin, Produkte, die in Deutschland
nicht mehr konkurrenzfähig herzustellen waren, ins Ausland zu
verlagern. Im Gegensatz zu den meisten anderen Unternehmen geschah dies
aber immer ohne Stellenabbau! Die betroffenen Mitarbeiter wurden meist
weiter gebildet und erhielten neue Arbeitsplätze zur Fertigung neuer,
zukunftsfähiger Produkte. In
der jüngsten Vergangenheit konnten leider sehr viele Leiharbeiter nicht
weiterbeschäftigt werden. Darunter auch einige Kollegen von mir. Ich
bedauere das zutiefst, Leiharbeit ist aber wieder ein ganz anderes Thema
und nicht auf die Schaeffler-Gruppe beschränkt. In
Summe muss ich attestieren, daß die Schaeffler-Gruppe ein Arbeitgeber
ist, wie man sich ihn nur wünschen kann und leider nur viel zu selten
findet. Schaeffler
ist keine „Heuschrecke“ In
krassem Gegensatz zu meinen oben ausgeführten persönlichen Erfahrungen
steht die aktuelle öffentliche Darstellung in den Medien. Von Machtgier
und Größenwahn ist zu lesen, in einigen Medien wurde Schaeffler sogar
als „Heuschrecke“ bezeichnet. Aber hier wird die Wirklichkeit völlig
verkannt. Heuschrecken
kaufen sich in Unternehmen ein und versuchen Kapital für ihre Anleger
freizusetzen. Auf jede nur
erdenkliche Weise. Sei es durch Eigenkapitalauszahlung, also das
Bedienen aus der Schatztruhe eines Unternehmens, oder sogar das
Verkaufen von wertvollen Unternehmensteilen. Nach der Gewinnmitnahme
verdrücken sich die Heuschrecken wieder und lassen nur noch tote Erde
zurück. Die
Fa. Schaeffler ist anders! 2001 übernahm die Schaeffler-Gruppe den
MDAX-Konzern FAG Kugelfischer. Ich war nur kurz danach auch einmal im
FAG-Stamm-Werk in Schweinfurt und mittlerweile habe sehr häufig mit den
Kollegen dort zu tun. Zur Zeit der Übernahme waren die Maschinen dort
veraltet und die FAG hätte wohl keine rosige Zukunft gehabt. Die FAG
wurde, aber das ist nur meine persönliche Meinung, vorher durch ein zu
börsenorientiertes und damit zu kurzfristiges Management
heruntergewirtschaftet. Die Schaeffler-Gruppe hat nach der Übernahme
der FAG in deren Werken in neue Anlagen und damit auch in die Arbeitsplätze
investiert und die FAG wieder zurück in die Spur eines sehr
erfolgreichen Unternehmens gebracht. Die FAG ist immernoch im
Firmenverbund und beschäftigt heute mehr Arbeitnehmer als je zuvor. Das
ist nicht das Verhalten einer Heuschrecke! Bei Schaeffler handeln
Einzelpersonen, die sich persönlich sozial verpflichtet fühlen und
dieser Verpflichtung hier in Deutschland und auch auf der ganzen Welt
nachkommen! Die
Schaeffler-Gruppe hat seit der Übernahme der FAG im Jahr 2001 immerhin
12.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, 4.000 davon in Deutschland. Gute
Gründe für die Conti-Beteiligung Ich
war immer froh in einem Unternehmen beschäftigt zu sein, daß in
privaten Händen ist. Die Fa. Schaeffler wird nicht durch den
kurzfristigem Horizont des shareholder-value begrenzt. Meiner Erfahrung
nach entscheidet ein Management, das nicht anhand kurzfristiger
Gewinnmaximierung oder Kurssteigerung an der Börse honoriert wird,
aufgrund seiner Nähe und Verpflichtung gegenüber des persönlich
bekannten Eigentümers, langfristiger und nachhaltiger. Strategisch
besser! So
war auch der Einkauf bei der Continental AG eine strategische Maßnahme,
die mittelfristige Arbeitsplätze in der Schaeffler-Gruppe wettbewerbsfähiger
machen sollte. Das
Hauptmotiv zur Beteiligung für Schaeffler: Die Zukunft des Automobils
ist elektrisch, oder zumindest mit viel mehr Elektronik als heute. Die
mechanischen Komponenten dagegen sind auf dem Rückzug. Conti ist ein führender
Hersteller von elektronischen Systemen, Schaeffler ist auf mechanische
Komponenten spezialisiert. Für die mechanisch orientierte
Schaeffler-Gruppe wäre eine Kooperation ein Schritt in Richtung
Zukunft. Dazu
kommen aber dann auch noch ganz triviale, rein wirtschaftliche Gründe,
so z.B. Überschneidungen im Kunden- und Lieferantenstamm und damit
verbundene Synergieeffekte. Aber
auch für Conti wäre meines Erachtens eine gemeinsame Zukunft eine gute
Sache. Unsere Unternehmen haben einige wenige Überschneidungen und ergänzen
sich ansonsten prächtig. Zwischen beiden Unternehmen besteht bereits
seit vielen Jahren eine enge Kooperation, der eine
Kunden-Lieferanten-Situation zugrunde liegt, aber die sich auch auf
gemeinsame Entwicklungen erstreckt. In sehr vielen Bereichen gehen
elektronische Komponenten nämlich eine „Symbiose“ mit mechanischen
ein, auf dem weiten Feld der Mechatronik. Die
geplante Beteiligung bei Conti war ein Versuch unserer Geschäftsleitung,
die Arbeitsplätze in der Schaeffler-Gruppe zukunftssicherer zu machen. Bei
mechatronischen Systemen könnten beide Unternehmen zusammen eine
globale technologische Führungsrolle einnehmen, die mit ihrer
Innovationskraft in Deutschland und auf der ganzen Welt Arbeitsplätze
schafft. Strategische
Beteiligung durch unvorhersehbare Finanz- und Wirtschaftskrise vereitelt Als
im Juli 08 das Pflichtübernahmeangebot bzgl. der Conti AG durch
Schaeffler nur zum Mindestpreis veröffentlicht wurde, vermutete ich
schon damals eine Strategie à la Porsche. Geplant war keine komplette
Übernahme, sondern vielmehr eine signifikante Minderheits- oder knappe
Mehrheitsbeteiligung. Mittlerweile habe ich erfahren, daß meine
damalige Vermutung zutreffend war. Das Ziel war immer eine strategische
Beteiligung. Eine Komplettübernahme war ursprünglich nicht vorgesehen. Als
nahezu zeitgleich zum Übernahmeangebot die US-Hypothekenbanken Fannie
Mae und Freddie Mac ihre Insolvenz erklären mussten, fiel im Zuge der
darauffolgenden globalen Finanzkrise der Aktienkurs der Conti unter die
Offerte der Schaeffler-Gruppe. Der Schaeffler-Gruppe wurden daraufhin
deutlich mehr Aktien angedient als ursprünglich beabsichtigt war. Die
weltweite Finanzkrise führte also ursächlich zur ungewollten Übernahme
von Conti durch Schaeffler. Nun
könnte man meinen, die Schaeffler-Gruppe habe sich eben verspekuliert
und die wirtschaftlichen Risiken fahrlässig unterschätzt. Aber auch
diese Einschätzung entspricht noch nicht der Realität. Selbst die
Komplettübernahme der Conti hätte die Schaeffler-Gruppe noch
finanzieren können, wenn sich das Automobilgeschäft wie in den
vorangegangenen Jahren weiterentwickelt hätte. Zwar wissen wir spätestens
seit der Asienkrise 97/98, daß auf eine Finanzkrise oftmals eine
Wirtschaftskrise folgt, allerdings war erstens die Schwere dieser Krise
für niemanden vorhersehbar und zweitens ein Rückzug von Schaeffler zu
diesem Zeitpunkt rechtlich auch nicht mehr möglich. Sicherlich
hätten die Entscheidungen des Schaeffler-Management ganz anders
ausgesehen, wenn man das Auftreten einer Weltwirtschaftskrise von bisher
unbekanntem Ausmaß erwartet hätte. Dies war aber nicht vorhersehbar
und wenn man immer mit dem Schlimmsten rechnen müsste, dann dürfte
sich kein Bürger in Deutschland ein Auto, eine Wohnung oder sogar ein
Eigenheim finanzieren. Ja, selbst die Benutzung einer Kreditkarte müsste
sich verbieten. Meine
Fazit zum Übernahmevorgang Conti durch Schaeffler ist daher: Das
Schaeffler-Management hat auf Basis der damals zur Verfügung stehenden
Informationen stets sorgfältig und verantwortungsbewusst gehandelt. Die
ungewöhnlich schwere Finanz- und Wirtschaftskrise hat zu einer unglücklichen
Situation für beide Unternehmen geführt. Diese Entwicklung war jedoch
nicht vorhersehbar und ein schuldhaftes Versagen des
Schaeffler-Managements kann daher nicht unterstellt werden. Hohe
Schulden lasten auf beiden Konzernen Durch
den Einbruch des Automobilmarktes infolge der Wirtschaftskrise hat
Schaeffler kurzfristig Probleme, die Zinsforderungen aus der Übernahmefinanzierung
zu bedienen. Beide
Unternehmen, Schaeffler und Conti, sind im Kern gesunde und hoch
profitable Unternehmen, die im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise größtenteils
unverschuldet in eine existenzbedrohende Lage geraten sind. Bei
der Schaeffler KG kommt neben der Belastung durch die Zinsforderungen
noch ein weiteres Problem hinzu. Zur Absicherung der Kredite wurden vor
allem die erworbenen Aktienpakete herangezogen. Der Kurs der Conti-Aktie
ist allerdings mittlerweile enorm gefallen. Zwar ist das Unternehmen
Continental an sich bei weitem mehr wert als der Aktienkurs
widerspiegelt, rein formal besteht jedoch keine ausreichende Absicherung
der Kredite mehr. Das
Privatkapital der Familie Schaeffler steckt zum allergrößten Teil
bereits in der Firma. In den vergangenen Jahre wurden keine Gewinne
entnommen, sondern reinvestiert. Nur so konnten neue Arbeitsplätze
geschaffen und bereits vorhandene gesichert werden. Wenn
jetzt ein Einbringen von Eigenkapital gefordert wird, dann sit das nur möglich,
indem Teile der Firma verkauft werden. Da
die Schaeffler-Gruppe aber bisher ein sehr guter Arbeitgeber war und bei
einem Verkauf an einen Investor, z.B. einen Hedge-Fond, diese Arbeitsplätze
aufgrund kurzfristiger Gewinnmaximierung vermutlich gefährdet wären, wünscht
sich kein Mitarbeiter der Schaeffler-Gruppe diese Lösung. Warum
der Schaeffler-Gruppe geholfen werden muss Die
Schaeffler-Gruppe ist ein mustergültiger Arbeitgeber, der seine
sozialen Verpflichtungen ernst nimmt und mit seiner Innovationskraft
Arbeitsplätze schafft und erhält. Nach
dem Absturz der Finanzmärkte wurde in Deutschland und auf der ganzen
Welt der Ruf nach einer neuen Management-Ethik laut. Das Management der
Schaeffler-Gruppe, und erst recht die Eigentümer, fühlen sich für
ihre Mitarbeiter verantwortlich. Wenn bei irgendeinem Unternehmen diese
neue Ethik gelebt wird, dann sicherlich im Hause Schaeffler. Frau
Schaeffler nimmt an Betriebsversammlungen teil und sucht immer wieder
den Kontakt zu ihren Mitarbeitern. Wenn in unserem Unternehmen bisher
von der „Schaeffler-Familie“ geredet wurde, dann meinte man damit
rund 60.000 Personen weltweit, die alle für das selbe Unternehmen tätig
sind. Unsere Familie hat sich gerade eben noch einmal enorm vergrößert,
auch wenn es sicherlich noch ein wenig Zeit braucht, bis beide
Unternehmen zusammengewachsen sein werden. Die Schaefflers haben
Deutschland, wie wir es heute kennen, mit aufgebaut. Jedes
Unternehmen, egal ob es sich dabei um ein Klein- oder Mittelständisches
Unternehmen, oder um einen großen Konzern handelt, das aufgrund einer
zeitlich begrenzten Krise in Not gerät, hat Hilfe vom Staat verdient!
Wir auch! Aus
volkswirtschaftlicher Sicht macht es ohnehin keinen Sinn, Hilfen für
Schaeffler zu verweigern, um im Nachhinein ein Vielfaches für
Lohnersatzleistungen auszugeben. und
wie diese Hilfe aussehen könnte Aus
Sicht der Mitarbeiter wäre das Schlimmste was uns passieren könnte,
der Einstig eines institutionellen Investors, der lediglich auf
kurzfristige Gewinne fixiert ist. Für die Familie Schaeffler standen
immer die Mitarbeiter und deren Arbeitsplätze im Vordergrund. Daß
diese Ausrichtung aber nicht unbedingt unwirtschaftlich ist, haben
dagegen auch jüngere Studien zu mittelständischen Unternehmen gezeigt.
Tatsächlich erzielt diese Ausrichtung mittelfristig höhere Gewinne und
schafft mehr Arbeitsplätze als börsenorientierte Großunternehmen. Ein
möglicher Investor sollte also sowohl aus Sicht der Arbeitnehmer, als
auch aus Sicht der Unternehmenseigentümer, als auch aus Sicht des
Staates, der an einer hohen Beschäftigung interessiert ist, die gleiche
Ausrichtung haben. Das
beste für die Sicherheit unserer Arbeitsplätze wäre es, wenn die
Schaeffler-Gruppe aus eigener Kraft diese Krise überwinden könnte. Ein
kurzfirstiger, günstiger Staatskredit, natürlich ohne den Steuerzahler
zu belasten, könnte hier eine wichtige Hilfe sein. Ein
Einstieg des Staates als Teilhaber, wie z.B. schon bei VW in
Niedersachsen oder Renault in Frankreich, wäre die zweitbeste Möglichkeit.
Aus Sicht des Steuerzahlers meines Erachtens sogar die Beste, weil damit
kurzfristig Arbeitsplätze gesichert und mittelfristig sogar Gewinne aus
der Unternehmensbeteiligung erzielt werden könnten. Liebe
Leserinnen und Leser, alle
Mitarbeiter der Schaeffler-Gruppe stehen geschlossen hinter Frau
Schaeffler und “unserem” Familienunternehmen. Wir
sind empört über die negative und suggestive Berichterstattung einiger
weniger Medien. Wir, die Mitarbeiter der Firma Schaeffler, versuchen uns
mit Aufklärung der Öffentlichkeit zu wehren. Der
Einbruch des Immobilienmarktes in den Vereinigten Staaten war der Auslöser
für eine Finanzkrise, die sich dann in einer Wirtschaftskrise
fortsetzte. Die
Banken geben aber in diesen Tagen die vom Staat erhaltenen Kredite nicht
an die deutsche Wirtschaft weiter, können es wahrscheinlich auch gar
nicht. Durch diese zurückhaltende Kreditvergabe verschärfen sich
letztendlich die Auswirkungen der Finanzkrise weiter. Diese
beiden Faktoren haben Schaeffler in die Schieflage gebracht! Und
auch obwohl das operative Geschäft stark eingebrochen ist, sind sowohl
Schaeffler als auch Conti immernoch lukrative und zukunftsfähige
Unternehmen! Ihrer Schuldenlast stehen in der momentanten Absatzkrise
allerdings stark geschwundene Erträge gegenüber. Diese
Situation gefährdet jetzt akut die Arbeitsplätze. Eine
Investition bei Schaeffler ist eine wirtschafts- und arbeitspolitisch
sinnvolle Maßnahme, Für
einen Einstieg des Staates bei Schaeffler sprechen:
In
den nächsten Tagen werden bundesweit Demonstrationen der Mitarbeiter
stattfinden, mit denen wir unsere Solidarität mit Frau Schaeffler und
dem arbeitsplatzsichernden, strategischen Management unserer Geschäftsleitung
bekunden wollen. Es werden dabei auch Unterschriften gesammelt. Unser
Erfolg hängt allerdings sehr davon ab, ob wir es schaffen, die Bürger
über die Schaeffler-Gruppe und ihre Eigentümer aufzuklären. Bitte
helfen Sie, diese Informationen zu verbreiten und die Familie Schaeffler
im Blick der Öffentlichkeit wieder ins rechte Licht zu rücken. Die
Motive des Schaeffler-Managemnets und der Eigentümer waren immer die
richtigen. Wenn der Staat hier unterstützt, dann hilft er auch sich
selbst. In
einem Konjunkturabschwung ist es die Aufgabe des Staates, durch
sinnvolle Investitionen die Wirtschaft zu unterstützen! Ich
bitte Sie, diesen Brief weiter zu veröffentlichen und aktiv unsere
Aufklärungskampagne zu unterstützen. Mit
freundlichem Gruß ...... |
| Brief eines Mitarbeiters |
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Sehr
geehrter Herr Minister Steinbrück, ich
möchte mich bei Ihnen für den umsichtigen Umgang mit unseren, und
somit auch meinen, Steuergeldern bedanken.
Das
ist auch nicht meine Frage.
Die
Schaeffler-Gruppe hingegen ist seit Jahrzehnten ein zuverlässiger
Partner für Kunden, Lieferanten, Banken, dem Staat und, obwohl es in
der Presse oftmals anders dargestellt wird, auch für ihre Mitarbeiter.
Die Tatsache, dass Schaeffler bis zur Conti-Übernahme in der Öffentlichkeit
nahezu unbekannt war, spricht für sich. Es wurde immer mit Augenmaß
gewirtschaftet. Es gab in der Vergangenheit bei Schaeffler keine
Massenentlassungen oder irgendwelche Skandale, wie Korruption,
Veruntreuung o.ä.. Es wurde nicht ein Rekordergebnis nach dem anderen
verkündet und im gleichen Atemzug ein Stellenabbau angekündigt.
Schaeffler hat seit 2001 in Deutschland 4000 neue Arbeitsplätze
geschaffen. Wie viele Arbeitsplätze kamen in diesem Zeitraum eigentlich
von der Hypo Real Estate dazu? So viele können es nicht sein, denn die
Hypo Real Estate gibt es so erst seit 2003 und die Mitarbeiterzahl lag
laut Jahresbericht 2007 bei ca. 2000. (Zur Erinnerung: Das sind halb so
viele, wie Schaeffler Arbeitsplätze geschaffen hat.)
Bitte
verstehen Sie mich nicht falsch. Ich bin nicht dafür Steuergelder zu
verschleudern und ich denke, ich habe das zu Beginn meines Schreibens
auch deutlich gemacht. Das gilt natürlich auch für eine mögliche
Hilfe für die Schaeffler-Gruppe. Es muss bei Schaeffler einen Prozess
mit einem entsprechenden Sanierungskonzept geben, es müssen gewisse
Schritte eingehalten werden und am Ende steht eine Entscheidung:
Staatliche Hilfe für Schaeffler JA oder NEIN. Was
ich allerdings nicht verstehe, Herr Minister, ist Ihre Haltung hierzu.
In der Presse wurden Sie folgendermaßen zitiert: "Auf
die Frage, ob die Regierung einen Rettungsschirm über die
Schaeffler-Gruppe spannen werde, sagte Steinbrück wörtlich: "Ein
ganz klares Nein."" Bitte
Herr Minister Steinbrück, erklären Sie mir dieses "Ganz klare
Nein", zu einem Zeitpunkt, als der o.g. Prozess, noch gar nicht
begonnen hat. Ich bin sicher, dass Sie das klarstellen können. |
| Brief eines Mitarbeiters |
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Finanzhilfe für die Firma Schaeffler Sehr geehrter Herr Freiherr zu Guttenberg, ich schreibe Ihnen als sehr besorgter Mitarbeiter der Schaeffler Gruppe. Sicherlich muss ich Ihnen die aktuelle wirtschaftliche Lage und die daraus resultierenden Sorgen nicht schildern - Sie werden sie bestens kennen. Ich möchte auch nicht egoistisch die Schaeffler Gruppe wichtiger einordnen, als andere Opfer der Krise, aber auch nicht unwichtiger. Ich bin seit über 20 Jahren am Stammsitz der Firma Schaeffler in Herzogenaurach beschäftigt und ich kann der Firma ein sehr verantwortungsvolles Handeln bestätigen, das stets darauf gezielt hat neue Arbeitsplätze vor allem auch in Deutschland zu sichern und auszubauen. So gab es auch bei der letzten großen Übernahme der Firma FAG in die Schaeffler Gruppe Zweifel und Befürchtungen von Mitarbeitern und Geschäftsführung von FAG die sich aber alle nicht bestätigten. Im Gegenteil die Firma FAG wurde nach der Übernahme durch Schaeffler modernisiert und die alten Produktionstätten auf den neuesten Stand gebracht. Einen Arbeitsplatzabbau hat es hierbei nicht gegeben. Es sind dadurch neue Arbeitsplätze entstanden die vor allem in der Krisenregion Unterfranken ein sehr wichtiges Signal waren. Eine solche verantwortungsvolle Firma gegenüber den Mitarbeitern würde es mit Sicherheit bei Aktiengesellschaften nicht geben. Leider liest man in den Medien viele populistische Aussagen die leider nicht der Wahrheit entsprechen. Einerseits wird viel geschrieben, dass Schaeffler durch eine riskante Entscheidung die Krise selbst zu verantworten hat und daher keine staatliche Hilfe erwarten darf. Nur was haben die Banken gemacht, welchen mit offenen Taschen geholfen wird? Genau diese Banken haben wirklich hochspekulative Geschäfte betrieben, haben wie im Wettbüro auf fallende oder steigende Kurse gesetzt und so die eigentliche Krise nicht nur ausgelöst, sondern gar billigend in Kauf genommen. Es mag offen darüber debattiert werden, ob der Einstieg bei Conti richtig war und ob sich in der Entwicklung lediglich das unternehmerische Risiko verwirklicht hat – es bleiben die Fakten, dass ohne die Kreditklemme und der Börseneinbruch – insbesondere der Conti-Aktien - die Kalkulation der Schaeffler Verantwortlichen aller Wahrscheinlichkeit nach aufgegangen wäre. Andererseits wird unserer Unternehmerin Frau Schaeffler vorgeworfen, dass sie doch genug Geld auf der Bank hätte, was sie in das Unternehmen stecken könnte. Dabei wird übersehen, dass eben das Unternehmen einen Großteil dieses Vermögens ausmacht, das Geld von Frau Schaeffler also bereits im Unternehmen steckt.. Mir scheint dieses – auch für die Politik ansteckende - Medienspektakel billige Meinungsmache von neidischen Konkurrenten zu sein. Frau Schaeffler würde niemals den drohenden Untergang ihres Unternehmens tatenlos mit ansehen. Die Firma Schaeffler gibt weltweit 70.000 eigenen Mitarbeitern (davon ca. 21000 in Deutschland) und weiteren zehntausenden Mitarbeitern abhängiger Betriebe Arbeit und Lohn. Bei einem Zusammenbruch von Schaeffler würden auch viele Arbeitsplätze in anderen Firmen betroffen sein, da diese unsere Produkte verbauen. Das Risiko, diese Arbeitsplätze zu verlieren, steht in keinem Verhältnis zu den Kosten, die eine – verzinste – Bürgschaft des Bundes und/oder der Länder mit sich brächte. Wieso wird für eine Schlüsselwirtschaft – dem Bankensektor – ein milliardenschwerer Schutzschirm aufgespannt, während der Automobilindustrie hier offensichtlich nicht geholfen wird? Außerdem würde auch der Technologiestandort Deutschland einen schweren Schlag erleiden und in Zeiten billiger globaler „Werkbanken“ ist Technologie das, was unsere Exporterfolge erst ermöglicht. Banken produzieren nicht, Banken entwickeln nicht und Banken exportieren nicht. Wenn die Banken keiner Firma mehr Kredite geben können, weil diese insolvent sind, können die Banken hier in Deutschland das Licht ausmachen. Ich bin überzeugt, dass die Firma Schaeffler mit einen Überbrückungskredit eine erfolgreiche Zukunft bevorsteht, da man durch die Verbindung mit Continental zu einen Weltmarktführer aufsteigt der das Auto der Zukunft mitentwickeln kann und dies auch von den Automobilherstellern als richtiger Schritt für eine langfristige, erfolgreiche Zukunft als Automobilzulieferer angesehen wird. Ich bitte Sie daher eine mutige Entscheidung für eine sichere Zukunft der Firma Schaeffler zu treffen und diese Firma, die sich immer als ein verantwortungsvolles Unternehmen für Arbeitsplätze in Deutschland gezeigt hat nicht fallenzulassen, sondern durch eine Bürgschaft zu unterstützen. Zusammen mit Continental ist die Schaeffler Gruppe Arbeitgeber von fast 80.000 Steuerzahlern in Deutschland und sind ein Garant für das Wohlergehen unseres Landes. Mit freundlichen Grüßen .... |
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17.3.2009 |